Nachdem offenbar viele für den Wechsel zu Chromium in Ubuntu 13.10 sind, möchte ich mal ein paar Punkte dagegen anbringen:

  • Rechnet man die mobile Chrome-Nutzung nicht mit, ist Firefox der bei den Nutzern beliebteste Desktop-Browser.
  • Hinter Firefox steht eine nicht-kommerzielle Stiftung und nicht eine Firma, die mit Werbung und Nutzerdaten Geld verdient. Privatsphäre ist bei Firefox default, inklusive Vorstöße wie do-not-track und Abschaffung von 3rd-party cookies.
  • Mozilla arbeitet aktiv an Webstandards und setzt sich zusammen mit Opera und anderen für ein offenes Internet und offene Standards ein. Google arbeitet im Gegensatz dazu an DRM in HTML5 (wobei sie sich an anderer Stelle durchaus auch für ein offenes Internet einsetzen).
  • Die Pakete für Firefox werden zuverlässig von einer größeren Community erstellt, wärend Chromium momentan nur von einer Person gepflegt wird und in der Vergangenheit aufgrund von Urlaub auch schon mal garkeine Sicherheitsupdates bekam. Das ist eine Stelle an der Canonical unnötig Geld investieren müsste.
  • Firefox-Updates werden zuverlässig von der Community getestet. Bei Chromium gibt es einen regelmäßigen Source-dump von Google der kompiliert wird und ungetestet in einem PPA landet. Auch dort muss unnötig investiert werden.
  • Die Mozilla Foundation kämpft für unser freies Internet. Das Geld dazu kommt grösstenteils von Google. Ist Chromium default in Ubuntu, wird es auch weniger Firefox-Nutzer geben (die meisten Nutzer bleiben beim Default), wodurch diese sinnvolle Stiftung eine Einnahmequelle verliert.
  • Sollte Chromium default werden, dürfte Canonical das interesse daran verlieren aktuelle NSAPI-Versionen von Flash auszuliefern und nur noch die PPAPI-Version von Flash mit Chromium anbieten. Das betrifft dann eben doch Nutzer anderer Browser

Alles in Allem sind es für mich mehr Punkte die gegen Chromium als Default sprechen, als solche die dafür sprechen. Und das sage ich, als jemand der selbst lieber Chrome/Chromium statt Firefox und als Hauptbrowser ohnehin Opera nutzt.

Spiele in seperatem X-Server spielen

Sunday, November 11. 2012

Manchmal ist es für höhere Frameraten und bei diversen anderen Problemen sinnvoll ein Spiel in einem seperaten X-Server laufen zu lassen. Dies erlaubt es einem Mit STRG+ALT+F7 zum normalen Desktop zu wechseln und mit STRG+ALT+F8 wieder zurück zum Spiel zu gehen. Auch Sound-Probleme lassen sich so oft umgehen.

Zunächst muss man den eigenen Benutzer zur Gruppe audio hinzufügen und erlauben, dass aus einem X-Server heraus ein weiterer gestartet werden kann:

sudo adduser $USER audio
sudo sed -i 's/console/anybody/g' /etc/X11/Xwrapper.config

Diese Änderungen werden erst wirksam, wenn man sich aus- und wieder eingelogt hat. Ein Spiel kann man nun folgendermassen starten:

xinit /opt/Rochard/Rochard.app -- :1

Es muss unbedingt der volle Pfad zum Programm angegeben werden. Gibt man nichts an, wird auf dem blanken X-Server nur ein xterm gestartet und man kann von diesem aus starten, was man möchte. Dieser Weg empfiehlt sich bei Audio-Problemen (die oft mit pulseaudio zusammenhängen). LIMBO hat bei mir immer nur geknackst und dann den Sound ganz verloren. Er funktionierte allerdings gut, wenn ich im xterm (gestartet mit xinit -- :1) folgendes eingegeben habe:

killall pulseaudio && pasuspender /opt/LIMBO/LIMBO.run

Die Spiele laufen durchweg schneller, als wenn man sie direkt über den Desktop startet.

Wetter in Unity

Tuesday, October 16. 2012

Die einfachste Möglichkeit in Ubuntu/Unity eine Wetteranzeige zu bekommen ist das Paket indicator-weather welches man aus den offiziellen Quellen, oder aus einem PPA installieren kann.

Leider stürzt dieser Indicator permanent ab. Launchpad ist voll mit segfault-Meldungen. Der letzte Commit im Repository auf Launchpad ist vom März. Ich habe gerade mal beim Entwickler nachgefragt, und er hat mir mitgeteilt, dass das Projekt offiziell tot ist.

Gibt es vernünftige Alternativen, das Wetter angezeigt zu bekommen?

Als die ersten Artikel zum Thema Amazon-Werbung im Dash auf meinem Radar auftauchten, dachte ich mir "Hey, gute Einnahmequelle für Canonical!" Die fehlende Verschlüsselung habe ich von Anfang an nur als Bug gesehen. Problematischer fand ich, dass jeder Aufruf vom Dash Datenverkehr auslöst. Besonders für Nutzer von begrenzten UMTS-Verbindungen ist das ungüstig.

Ubuntu als Bluetooth Speaker nutzen

Monday, September 24. 2012

Eine Menge Menschen betreiben ihren Medienkonsum ja mittlerweile über ihre Smartphones. Sei es nun ein Android oder ein iPhone. Ich verwalte bspw. alle meine Podcasts auf meinem iPhone im Podcatcher Downcast. Androidnutzer werden vermutlich auf Listen setzen. Ich höre Podcasts meist eh nur, wenn ich unterwegs bin, daher gibt es für mich keinen Grund mit dem Rechner zu synchronisieren.

Manchmal sitze ich aber vor dem Rechner und würde neben der Arbeit gern &¨ber die Boxen einen Podcast hören. Das ist heutzutage mit pulseaudio total einfach. Automatisch geht es leider noch nicht, aber das kriege ich auch noch hin ;-)

¨ber die Boxen einen Podcast hören. Das ist heutzutage mit pulseaudio total einfach. Automatisch geht es leider noch nicht, aber das kriege ich auch noch hin ;-)
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