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iCloud + Gnome Calendar

Manchmal kommt man nicht umhin auch bei proprietären Diensten einen Kalender liegen zu haben. Gut, dass diese immerhin 1a den CalDAV-Standard befolgen, so dass man sie easy einbinden kann.

Ich benutze unter Ubuntu 17.04 den Gnome Calendar und bin damit an sich sehr zufrieden. Einzig das Anlegen von Kalendern ist mir damit bisher nicht nicht gelungen. Weder für Nextcloud und Google Calendar, noch für iCloud. Da der Gnome Calendar das Backend von Evolution nutzt, hab ich mir dieses mal installiert und siehe da, es ist kein Problem mehr Kalender anzulegen (es ist sogar komfortabel). Für die tägliche Nutzung ist mit Evolution dann doch zu schwer und träge. Zum Anlegen der Kalender passt es aber.

Für Google ist das ganze trivial (da out-of-the-box), daher beschreibe ich hier kurz, wie man das für iCloud einrichtet.

1. CalDAV-Adresse

Zunächst muss man seinen iCloud-CalDAV-Server ermitteln. Das geht in dem man sich auf icloud.com einloggt, dort bei einem seiner Kalender auf das Funk-Symbol klickt und ihn öffentlich freigibt (keine Angst, wir deaktivieren das direkt wieder).

Bei mir ist der Server p53. Daraus ergibt sich als iCloud-CalDAV-Server:

https://p53-caldav.icloud.com

2. Anwendungsspezifisches Passwort

Da heutzutage die meisten iCloud-Accounts mit Zweistufiger Bestätigung (aka 2-factor-authentication) geschützt sind, müssen wir für die CalDAV-Nutzung ein Passwort anlegen. Dazu loggt man sich in die Apple-ID-Verwaltung ein und legt im Bereich Sicherheit ein s.g. Anwendungsspezifisches Passwort an.

3. Evolution

Zuletzt gilt es noch, den Kalender in Evolution anzulegen. Dazu muss man leider in Evolution mind. ein E-Mail-Konto angeben. Nun kann man in das Kalender-Tab wechseln und über NEU einen Kalender anlegen. Dort wählt man CalDAV, einen Namen, eine Farbe, trägt die oben ermittelte Adresse und seine Apple-ID ein. Nach einem Klick auf Kalender suchen muss man das oben erstellte Passwort eingeben (und speichern!).

Nun sollten alle iCloud-Kalender angezeigt werden und man kann sie hinzufügen, so dass sie mit Lese- und Schreibrechten auch im Gnome Calendar zur Verfügung stehen.

Lokale PHP-Entwicklungsumgebung mit Laravel Valet

Valet ist eine Umgebung, die PHP-Projekte aus einem lokalen Verzeichnis automatisch im Browser verfügbar macht. Es ist eine leichtgewichtige Alternative zu Vagrant oder Docker. Um es gleich vorweg zu nehmen: Die hier vorgestellte Lösung ist nicht an Laravel gebunden sondern eignet sich für die Entwicklung von PHP-Projekten aller Art (z.B. Symfony, Zend, Drupal, WordPress, Magento, usw.).

Valet funktioniert knapp gesagt so: Man gibt in einem Ordner in dem Projekte liegen valet park ein. Ab da kann man die Projekte in dem Ordner über verzeichnis.dev im Browser aufrufen. Gibt man noch valet secure verzeichnis ein, kann man die Seite sogar über https://verzeichnis.dev aufrufen (ohne Zertifikats-Fehler).

Verbindung mit ngrok beobachten

Will man jemandem von Extern Zugriff auf die lokale Entwicklungsumgebung gewähren ist dies mit valet share möglich. Diese Funktion nutzt ngrok, um einen Tunnel aufzubauen und generiert einen Link, den man teilen kann. In einem lokalen Webinterface kann man noch jeden externen Request beobachten und inspizieren.

Bevor wir zur Einrichtung kommen, hier noch mal schnell ein lustiges Fake-Marketing-Video zu Valet:

Installation

Ab Ubuntu 17.04 funktioniert Valet „dank“ systemd leider nicht mehr out-of-the-box. Wie man die Probleme behebt habe ich im vorheringen Artikel beschrieben (Update: Im aktuellen Valet funktioniert es auch ohne eigene Änderungen an 17.04). Im Folgenden gehe ich davon aus, dass composer bereits installiert ist und $HOME/.composer/vendor/bin im Pfad liegt. Wir benutzen nicht die offizielle Version von Valet, sondern einen Fork, der auch unter Linux funktioniert (neben Ubuntu sind auch Fedora und Arch getestet).

sudo apt install libnss3-tools jq xsel php7.0-cli php7.0-curl php7.0-mbstring php7.0-mcrypt php7.0-xml php7.0-zip php7.0-sqlite3 php7.0-mysql
composer global require cpriego/valet-linux
valet install
mkdir ~/Sites
cd ~/Sites && valet park

Alle Projekte, die nun in ~/Sites liegen, sind über verzeichnis.dev aufrufbar. Über Treiber erkennt Valet, um was für eine Art von Projekt es sich handelt und serviert es entsprechend dem Browser. Auf Github gibt es eine Liste der Treiber, man kann aber auch leicht eigene schreiben.

Viel Spaß beim Coden. ;-)