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Windows Spiele direkt per Steam Play unter Linux

Unglaublich. Wer hätte das gedacht. Der Spieleanbieter Valve hat offenbar keine Lust mehr auf Spieleentwickler zu warten und macht es Nutzern von Steam nun extrem einfach Windows-Spiele unter Linux zu spielen. Dazu wurde eigens ein Wine-Fork namens Proton entwickelt (sinnvolle Änderungen fließen natürlich zurück an Wine). Proton verspricht neben nahtloser Integration in den Steam-Client auch bessere Performance und Controller-Support als das originale Wine.

Ich habe das mit ein paar Spielen getestet und kann zumindest für mein Setup mit Ubuntu 18.04 und NVidia-Grafik sagen, dass das stimmt. Neben den 27 offiziell supporteten Titeln kann man auf eigene Faust auch andere Spiele testen. Ich habe die Alien Breed Reihe ausprobiert und war positiv überrascht. Die Spiele starteten sofort, haben meinen XBox360-Controller erkannt und liefen reibungslos (in der wineappdb würde ich Platin geben).

Der Linux-Spiele-Entwickler Ryan Gorden stellt natürlich zu Recht fest, dass es eigentlich absurd ist nun auf diesem Wege Spiele unter Linux spielbar zu machen.

Ich freu mich trotzdem. ;-)

iCloud + Gnome Calendar

Update 2018-02: Habe am Ende eine kleinen Hinweis auf doppelte Benachrichtigungen eingefügt.

Manchmal kommt man nicht umhin auch bei proprietären Diensten einen Kalender liegen zu haben. Gut, dass diese immerhin 1a den CalDAV-Standard befolgen, so dass man sie easy einbinden kann.

Ich benutze unter Ubuntu 17.04 den Gnome Calendar und bin damit an sich sehr zufrieden. Einzig das Anlegen von Kalendern ist mir damit bisher nicht nicht gelungen. Weder für Nextcloud und Google Calendar, noch für iCloud. Da der Gnome Calendar das Backend von Evolution nutzt, hab ich mir dieses mal installiert und siehe da, es ist kein Problem mehr Kalender anzulegen (es ist sogar komfortabel). Für die tägliche Nutzung ist mit Evolution dann doch zu schwer und träge. Zum Anlegen der Kalender passt es aber.

Für Google ist das ganze trivial (da out-of-the-box), daher beschreibe ich hier kurz, wie man das für iCloud einrichtet.

1. CalDAV-Adresse

Zunächst muss man seinen iCloud-CalDAV-Server ermitteln. Das geht in dem man sich auf icloud.com einloggt, dort bei einem seiner Kalender auf das Funk-Symbol klickt und ihn öffentlich freigibt (keine Angst, wir deaktivieren das direkt wieder).

Bei mir ist der Server p53. Daraus ergibt sich als iCloud-CalDAV-Server:

https://p53-caldav.icloud.com

2. Anwendungsspezifisches Passwort

Da heutzutage die meisten iCloud-Accounts mit Zweistufiger Bestätigung (aka 2-factor-authentication) geschützt sind, müssen wir für die CalDAV-Nutzung ein Passwort anlegen. Dazu loggt man sich in die Apple-ID-Verwaltung ein und legt im Bereich Sicherheit ein s.g. Anwendungsspezifisches Passwort an.

3. Evolution

Zuletzt gilt es noch, den Kalender in Evolution anzulegen. Dazu muss man leider in Evolution mind. ein E-Mail-Konto angeben. Nun kann man in das Kalender-Tab wechseln und über NEU einen Kalender anlegen. Dort wählt man CalDAV, einen Namen, eine Farbe, trägt die oben ermittelte Adresse und seine Apple-ID ein. Nach einem Klick auf Kalender suchen muss man das oben erstellte Passwort eingeben (und speichern!).

Nun sollten alle iCloud-Kalender angezeigt werden und man kann sie hinzufügen, so dass sie mit Lese- und Schreibrechten auch im Gnome Calendar zur Verfügung stehen.

4. Benachrichtigungen

Falls man jetzt doppelte Benachrichtigungen für Termine bekommt muss man sie noch kurz auf Evolution-Seite deaktivieren. Das geht unter Einstellungen, Kalender und Aufgaben, Benachrichtigungen. An dieser Stelle kann man Evolution wieder deinstallieren.