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Eigene DNS-Server mit der Fritz!Box 6490 Cable

Leider hat sich Vodafone dazu entschieden Nutzern der Fritz!Box nicht zu erlauben eigene DNS-Server zu nutzen. Da die DNS-Server von Providern auch gern mal offline sind führt das dazu, dass man dann „ohne Internet“ ist.

In neueren Versionen von FRITZ!OS ist es leider auch nicht mehr möglich, die entsprechende Konfigurations-Seite per Direktlink zu öffnen. Es gibt allerdings doch noch eine Möglichkeit: FBEditor.

Dieses Tool erlaubt es Sicherungen der Fritz!Box-Konfiguration direkt zu bearbeiten. Man muss beim Exportieren der Konfiguration ein Kennwort angeben. Dieses muss man auch im FBEditor hinterlegen. Nun kann man die Datei dort öffnen und beliebig bearbeiten. Für die DNS-Einstellungen könnte der entsprechende Abschnitt z.B. so aussehen (mit Google Public DNS):

servercfg {
        hostname = "(none)";
        dhcpc_hostname = "fritz.box";
        dns1 = 192.168.180.1;
        dns2 = 192.168.180.2;
        use_user_dns_for_ipv4 = yes;
        user_dns1_for_ipv4 = 8.8.8.8;
        user_dns2_for_ipv4 = 8.8.4.4;
        use_user_dns_for_ipv6 = yes;
        user_dns1_for_ipv6 = 2001:4860:4860::8888;
        user_dns2_for_ipv6 = 2001:4860:4860::8844;
}

Die Änderungen speichert man und wählt in der Fritz!Box den Punkt Konfiguration wiederherstellen.

Der FBEditor scheint nicht aktiv weiterentwickelt zu werden. Die Version 0.7.2.1 lief bei mir mit FRITZ!OS 06.50 allerdings problemlos.

Seafile mit Nginx unter Ubuntu einsetzen

Seafile ist eine leistungsfähige Alternative zu Dropbox mit Clients für alle gängigen Betriebssysteme (auch mobil). Der Server kann mit wenig Resourcen recht viele Clients bedienen. Für kleine Arbeitsgruppen reicht schon ein Raspberry Pi. Mit rund 100 Intensivnutzern läuft das ganze bei mir auf einem kleinen VServer. Ich betreibe Seafile nun seit Jahren im Dauereinsatz und hatte nie Probleme (ganz im Gegensatz zu anderen populären Lösungen).

Seafile basiert auf Git mit Erweiterungen, die den Umgang mit Binärdaten beschleunigen (Git ist auf Textdateien optimiert). Seafile selbst ist in C/C++ geschrieben, die Weboberfläche kommt als Python/Django Anwendung. Zudem hat Seafile eine vollständige API, so dass es relativ leicht ist Seafile-Funktionalität in eigene Anwendungen zu integrieren.

Ich habe in der Vergangenheit bereits einen Artikel zu Seafile geschrieben. In diesem Artikel Dokumentiere ich meine aktuelle (einfachere) Konfiguration.

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